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DDR Rezept Pfefferminzbowle

 
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Pfefferminzbowle – Der erfrischende Sommerklassiker aus der DDR

Die Pfefferminzbowle gehörte in der DDR zu jenen Getränken, die besonders an heißen Tagen oder zu sommerlichen Gartenfesten beliebt waren. Ihr unverwechselbares Aroma, geprägt von frischer Minze, traf den Zeitgeist: erfrischend, leicht alkoholisch und mit einfachen Mitteln zuzubereiten. Ob im Freundeskreis, bei Familienfeiern oder zu Betriebsfeiern – dieses Getränk stand für Leichtigkeit, Geselligkeit und ein wenig Ausbruch aus dem Alltag. In einem Land, in dem Exotik eher Mangelware war, war die Pfefferminzbowle ein Hauch von Frische inmitten des Vertrauten.

Ein grüner Klassiker mit klarer Linie

Der Name ist Programm: Frische Minzblätter bildeten die geschmackliche Basis dieses Getränks. Sie sorgten nicht nur für einen kühlenden Effekt auf der Zunge, sondern auch für einen angenehmen Duft, der sofort Sommergefühle weckte. Die restlichen Zutaten – Wein, Wodka, Zucker und Sprudel – waren in der Regel gut erhältlich oder wurden auf Vorrat gehalten. Wie so oft in der DDR wurde das Rezept je nach Verfügbarkeit angepasst, ohne dass dabei der Charakter der Bowle verloren ging.

Ein Getränk mit doppeltem Effekt

Die Pfefferminzbowle überzeugte nicht nur geschmacklich. Durch die Minze wirkte sie kühlend und belebend, was sie zum idealen Getränk für heiße Tage machte. Gleichzeitig brachte der Wodka eine gewisse Tiefe und Stärke mit ins Spiel, die jedoch durch Wein und Sprudel elegant ausgeglichen wurde. So war die Bowle leicht im Geschmack, aber nicht ohne Wirkung – genau richtig für längere Abende im Grünen.

Variationen und kreative Abwandlungen

Je nach Anlass und Vorrat konnten der Alkoholanteil oder die Süße angepasst werden. Wer es fruchtiger mochte, fügte Beeren oder Zitrusfrüchte hinzu. Auch Eiswürfel mit eingefrorener Minze oder Zuckerrand am Glas sorgten für optische Highlights. In einigen Haushalten wurde zusätzlich etwas Zitronensaft eingerührt, um dem Ganzen mehr Frische zu verleihen. Die Pfefferminzbowle war somit nicht nur ein Standardrezept, sondern auch eine Spielwiese für kreative Gastgeber.

Ein Hauch von Freiheit im Glas

In der DDR war es oft nicht die Menge an Auswahl, sondern der Einfallsreichtum, der gute Küche und Getränke ausmachte. Die Pfefferminzbowle ist ein Sinnbild dieser Herangehensweise: Mit wenigen, aber geschickt kombinierten Zutaten wurde ein Getränk geschaffen, das viele Sommer geprägt hat. Noch heute erfreut sich das Rezept großer Beliebtheit – nicht nur als nostalgische Erinnerung, sondern als ehrliche, einfache Erfrischung mit Charakter.

Zutaten

Für etwa 2-3 Liter bei circa 60 Minuten Zubereitungszeit benötigt man:

50 g Zucker
50 g frische (Pfeffer-)Minze
4 Gläser Wodka zu je 2 cl
2 Flaschen Weißwein
2 Flaschen (Soda-)Wasser (oder 1 Flasche Wasser und 1 Flasche Sekt)

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Zubereitung

1.

Minze klein hacken und mit dem Wodka mindestens 1 h ziehen lassen

2.

Sud durch ein Sieb gießen und den Weißwein zugeben

3.

Bowle mit Zucker abschmecken und kühl stellen, vor dem Servieren mit kühlem Sekt und Wasser auffüllen

Gut zu wissen

Eine der unzähligen Minzsorten findet man in fast jedem Garten. Notfalls kann sie sogar wild gesammelt werden. Wir empfehlen hier die Verwendung von Pfefferminze. Die Bowle ist ein süffiges und erfrischendes Getränk und gerade in der warmen Jahreszeit ein Genuss. Man sollte es allerdings nicht übertreiben.

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