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DDR Rezept Rosenbowle

 
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Rosenbowle – Duftender Blütentraum aus DDR-Zeiten

Die Rosenbowle war eines jener besonderen Getränke, die in der DDR nicht alltäglich, aber bei festlichen Anlässen umso geschätzter waren. Ihre blumige Note, das feine Aroma und die optisch ansprechende Präsentation machten sie zum Highlight auf Sommerabenden, Hochzeiten oder Familienfeiern. In einem Land, in dem man mit Kreativität oft mehr erreichte als mit Vielfalt, war die Rosenbowle ein Paradebeispiel dafür, wie man aus einfachen Zutaten ein außergewöhnliches Genusserlebnis schuf.

Ein Getränk zwischen Gartenidylle und Feierkultur

Die Rosenbowle war nicht nur ein geschmacklicher, sondern auch ein olfaktorischer Genuss. Die Idee, Blüten in ein Getränk einzubinden, war in der DDR ungewöhnlich, aber nicht völlig neu – viele Gärten verfügten über üppige Rosenstöcke, und das Bewusstsein für Nutzpflanzen im eigenen Grün war stark ausgeprägt. So fand die Blüte auch ihren Weg in die Küche und schließlich ins Glas. Die Bowle verband Hausgarten-Romantik mit geselligem Beisammensein und vermittelte ein Hauch von Eleganz.

Besonders, aber nicht aufwendig

Die Rosenbowle war trotz ihrer Eleganz kein Luxusprodukt. Die meisten Zutaten stammten direkt aus dem eigenen Garten oder aus dem nächstgelegenen Blumengeschäft – sofern man dort ungespritzte Rosen bekam. Der Wein war ein DDR-Standardprodukt: häufig bulgarischer oder ungarischer Weißwein, der durch seine unkomplizierte Frische ideal für diese Art von Getränk war. Der Zucker diente nicht nur zur Süßung, sondern auch als Aromaträger, was der Bowle ihren typischen floralen Charakter verlieh.

Serviervorschläge für besondere Momente

Die Rosenbowle wurde gerne in Glaskrügen oder Bowlegefäßen mit Glaslöffel serviert. Um die Wirkung zu steigern, gab man gelegentlich auch Eiswürfel mit gefrorenen Blütenblättern hinzu – ein echter Blickfang. Manche Gastgeber fügten noch einen Schuss Rosenlikör oder Sekt hinzu, um dem Ganzen eine zusätzliche Geschmacksdimension zu verleihen. Wichtig war jedoch immer: Die Rosen mussten naturbelassen und frei von Pflanzenschutzmitteln sein.

Eine Bowle voller Erinnerungen

Die Rosenbowle war mehr als ein Getränk – sie war Ausdruck von Lebensfreude, Naturnähe und dem Wunsch nach Schönem, selbst in bescheidenen Zeiten. Ihre Zubereitung und der gemeinsame Genuss gehörten zu den kleinen Ritualen des DDR-Alltags, die noch heute in Erinnerung geblieben sind. Wer sie nach dem Originalrezept zubereitet, holt sich nicht nur ein Stück florale Raffinesse ins Glas, sondern auch ein Sinnbild für die feinen Momente im einfachen Leben.

Zutaten

Für 1 Bowlegefäß bei circa 15 Minuten Zubereitungszeit benötigt man:

Blätter von 10 aufgeblühten Rosen
100 g Zucker
2 Flaschen Weißwein

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Zubereitung

1.

Blätter vorsichtig waschen

2.

abwechselnd Rosenblätter und Zucker in ein Bowle-Gefäß schichten und mit dem Wein übergießen

3.

über Nacht ziehen lassen

4.

am nächsten Tag je nach Belieben mit Sekt oder Selters auffüllen

Gut zu wissen

Die etwas andere Bowle - nicht nur ein echter Hingucker auf jeder Party! Auch geschmacklich überzeugt sie mit ihrem Aroma von Rosenblättern. Mindestens genauso exotisch ist Gurkenbowle.

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