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Soljanka

von: erichserbe.de
Menge: für 5 Personen
Zeit: ca. 45 Minuten

Zutaten:

1,2 l Brühe oder Wasser
50 g Margarine
250 g Fleisch- und Wurstabschnitte (z. B. Jagdwurst, Salami, Bratenreste)
100 g Zwiebeln
5 Gewürzgurken
1-2 Paprikaschoten
50 g Tomatenmark
Salz und Pfeffer
Knoblauch
Zucker
etwas Lorbeerlaub und Piment
Zum Anrichten: saure Sahne, Zitrone und getoastetes Weißbrot


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Zubereitung:

1. Fleisch- und Wurstabschnitte, Zwiebeln, Gewürzgurken und Paprika in Streifen schneiden

2. zuerst Zwiebeln im Topf mit Margarine glasig dünsten, dann Fleisch- und Wurstabschnitte dazu geben und ein paar Minuten anbraten

3. Tomatenmark zugeben, alles gut verrühren und mit Brühe oder Wasser auffüllen

4. Gurken- und Paprikastreifen, Lorbeerlaub und Piment dazugeben und Suppe ca. 30 Min. köcheln lassen

5. mit Salz, Pfeffer, Zucker und Knoblauch abschmecken

6. mit einem Klecks saurer Sahne, einer Zitronenscheibe und getoastetem Weißbrot anrichten


Erich sprach:

Soljanka ist nicht nur eine schmackhafte Suppe, sondern lässt sich auch einfach aus vielen Zutaten, die man gerade im Haus hat, zubereiten. Sie wird deshalb leider oft zu Unrecht abwertend als "Reste-Essen" verschrien. Die Suppe ist ein klassisches Beispiel für den (gewollten) Einfluss der östlichen Nachbarstaaten auf die Esskultur der DDR, auch wenn in Ostdeutschland eine ganz eigene Variante der Soljanka kreiert wurde. Viele verwendeten anstelle des Tomatenmarks, der Zwiebeln und Paprika auch einfach Letscho, was im Wesentlichen eine Fertigmischung dieser Zutaten darstellt. Auch Sauerkraut kann der Soljanka beigemengt werden. Eine Fischsoljanka gibt es hier.



19 Kommentare zu Soljanka

  1. 5493 Wolfgang Görs

    Ich koche seit vielen Jahren jedes Jahr zu Sylvester Soljanka. Heute habe ich mal nach diesem Rezept gekocht und bin auch wieder sehr zufrieden. Allerdings muss ich zugeben, dass mir noch nirgends anderswo die Soljanka geschmeckt hat, wie in meiner Heimatstadt Greifswald im damaligen Ratskeller... und, in einer kleinen Kneipe nahe Berlin, in Wernsdorf. Das Geheimnis, was die Soljanka dort so unübertroffen gemacht hat, wurde mir leider nie verraten. Zu Letscho, ich lebte seit 1978 bis zur Wende in Ostberlin und da gab es meist Letscho, zumindest in einem Importgeschäft, fällt mir leider grad der Name nicht ein. Einen guten Rutsch euch allen ....

  2. 5469 Anja

    Hallo,
    ich habe auf der Suche nach einem Soljanka-Rezept eure Seite entdeckt und bin begeistert.
    1) die Soljanka hat sehr lecker geschmeckt, genau wie in meiner Kindheit :)
    2) eines meiner Ziele war es in diesem Jahr, mehr Rezepte aus der DDR zu kochen und meinen Kindern vorzustellen. Da sehe ich nun auch für die letzten zwei Monate des Jahres kein Problem. Vielen Dank für eure Arbeit.
    3) das tollste ist, dass gerade diese Mahlzeiten zu Lieblingsspeisen meiner Familie werden ... na gut, de Ehrlichkeit halber nicht durch mich, sondern weil meine Kinder schon in Kindergarten und Hort so richtige DDR- Küche kennen und ich das nun bloß nach Jahren der Abstinenz wieder aufleben lasse ;-) sie sind 18 und 14.
    Liebe Grüße

  3. 5408 D. S.

    Hallo zusammen und Ullrich Hanselmann,
    .....ich bin Bj. 70, im Osten geboren und aufgewachsen und "Letscho" war mit Sicherheit KEINE Bückware, die Regale waren immer reichlich gefüllt damit......

    Anmerkung Erich:
    Hallo D. S., das kommt wirklich ganz darauf an wo man gelebt hat (Großstadt/Kleinstadt/Land). So pauschal kann man das nicht sagen.

  4. 5354 Hobbykoch

    Am Besten schmeckt eine Soli von Grillresten. Da kann alles rein , was übrig ist.
    Ansonsten nehmen wir alles , was der Kühlschrank so hergibt. Wichtig ist auch etwas Kümmel. Der ist gut für Geschmack und Bauch. Die Suppe sollte langsam köcheln. Die Zeit sollte man sich nehmen. Wenn das Anbratfett sich oben goldbraun absetzt, ist die Suppe fertig. Wir haben auch schon Champignons mit angebraten. Echt lecker. :)

  5. 5347 Schutznim

    Unsere Soljanka ist eine Mischung von der russischen Suppe "Schi" und "Soljanka". Statt der Sauren Sahne wird Schmand genommen, dazu Sauerteigbrot, bestrichen mit Senf.
    Pelemni werden in einer Fleischbrühe gegart, abgeschöpft mit etwas Brühe, Salz, Pfeffer und Smetana (Schmand) serviert.

  6. 5246 Manu

    also meine Mutter hatte uns mal mit Einkaufsbeuteln los geschickt, als es Tomaten für 20 Pf/KG gab und wir sollten die voll machen. Daraus hat sie Letscho selber gemacht, aber ich weiß nicht, was sie da sonst noch alles rein gemacht hat. Für meine Soljanka habe ich nun auch mein Rezept gefunden, vermutlich erinnere ich mich auch hier nur an die Hälfte der Zutaten :) aber meinem Mann (von Usedom) schmeckts wie bei Muttern, also kann es nicht so falsch sein. Ich denke hier gibt es auch kein richtig oder falsch, die Rezepte variierten regional sehr stark. Ich habe nur festgestellt, wenn die Jagdwurde richtig schon angebrannt ist schmeckts am besten :)

  7. 5225 Jacqueline

    Hallo,

    ich nehme als Grundlage ein Pfund gemischtes Gulasch, brate das an und giesse mit selbstgemachter Brühe oder Rinderfond auf.. Dann mache ich die Soljanka ganz normal wie oben angegeben weiter.. Schmeckt auch super lecker.

  8. 5129 Silvia

    Hallo, mein Mann kannte noch keine Soljanka, da er aus dem "Westen" stammt. Heute habe ich nach dem o.g. Rezept gekocht - er war begeistert, das nächste mal zus. mit Sauerkraut, so haben wir es immer zu Hause gemacht. Letscho gab es wirklich sehr selten. Mit frischen Zutaten ist es noch leckerer - werden wir auf der nächsten Nachbarschaftsfete im Emsland servieren.

  9. 5053 torsten

    Genau so gekocht! War Weltklasse, hatte ein Geschmacksorgasmus sowie Erinnerungen an die Kindheit.

  10. 5047 dani

    Hallo, alle zusammen wir mögen die soljanka auch ,haben "früher"auch noch sauer eingemachte selleriescheiben mit reingeschibbelt und "wenn man hatte" champignons aus der dose und dazu pellkartoffeln... ist auch nicht schlecht...

  11. 5020 Ulrich Hanselmann

    Ich hab sie genau so gekocht wie beschrieben und es war der Knaller!

    Finde es immer lustig, wenn alle schreiben was man alles anders machen kann. Es gibt vermutlich hunderte Varianten eine Soljanka zu kochen. Wir sollten die unbedingt alle hier auflisten. ;)

    Und solche Posting wie "Letscho ist die Grundzutat" zeugen nicht von Grundwissen des DDR Lebens.
    Wenn es mal Letscho gab war das ein Fest. Und das gute Zeug wurde sicher selten in eine Suppe geschüttet!

  12. 4992 Ice

    Bei uns gab es statt der Wurstabschnitte immer Kassler (gepökelt und erst angebraten, dann mitgegart/ klein geschnitten) in die Soljanka, bei Bekannten Wienerscheiben, bei Anderen Jagdwurst. Ich glaube dieses Gericht war in jeder Familie anders. Je nach Vorlieben und was es halt gab; ). Ist jedenfalls immer lecker!
    LG Ice

  13. 4985 Smonie

    Ich koche immer schon 2 bis 3 Scheiben Zitrone mit (nehme die dann mit dem Lorbeer vorm Servieren raus).... Gab's eben am Wochenende zur Jugendweihe meines Sohnes - auf SEINEN Wunsch! ... Ich könnte darin baden!!!

  14. 4983 Franzi

    Wir machen immer noch etwas Sauerkraut dran und dafür weniger Gurken

  15. 872 solveig

    Moin.
    Statt Wurstabschnitte kann man auch Kochfisch in die Soljanka geben. Absolut der Geschmack, verfeinert mit Essig. Das ist dann ungarisch.

  16. 790 Kerstin

    Danke für das Rezept.
    Habe die Solajanka für eine Geburtstagsfeier zubereitet und die war die erste, die alle war :)

  17. 380 Ingrid Wilde

    Hallöchen,
    ich gebe auch noch Sauerkraut in die Soljanka - das macht sie noch herzhafter.

  18. 220 Ramona

    das stimmt ..ich mache soljanka auch ohne letscho,dafür sind paprika,zwiebel und heutzutage nehm ich stückige tomaten aus der dose...Letscho war früher auch keine Grundzutat(weil es das sowieso selten gab:-))..

  19. 51 Betty S.

    Also das entschiedende in dieser Soljanke fehlt: LETSCHO nämlich! Zu DDR-Zeiten (und auch heute) war/ist Letscho Grundzutat in der Soljanka.

    Anmerkung Erich: Liebe Betty, Letscho ist nichts anderes als eine Fertigmischung aus Paprika, Tomaten und Zwiebeln. Alle diese Zutaten finden sich in irgendeiner Form auch in unserer Soljanka.

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