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Warum die Ostdeutschen heute immer noch gut kochen

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Wir kochen gutBild: Ein Teil des Covers von "Wir kochen gut", 19. Auflage von 1968, Copyright/Quelle: Verlag für die Frau, Leipzig

"Wir kochen gut - dieser Titel verspricht Qualität, denn wir wollen gut kochen“, lauten die ersten Zeilen des erfolgreichsten Kochbuchs der DDR, das auch heute noch in vielen Haushalten zu finden ist. 1962 erschien das Standardwerk der ostdeutschen Küche zum ersten Mal im „Verlag für die Frau, Leipzig". Seitdem gingen schätzungsweise fünf Millionen Exemplare über die Ladentheken – bis heute. Doch was macht den DDR-Küchenklassiker, der damals für 7,60 Mark zu bekommen war, auch nach der Wende noch so erfolgreich? Wir haben im Kochbuch gestöbert und Antworten gefunden.

Mehr als 1.000 erprobte Rezepte

Vielleicht sind es die über 1.000 sauber sortierten und gelisteten Rezepte, die von Köchen, Fachleuten und Autoren entwickelt und sogar in der eigens eingerichteten Versuchsküche erprobt wurden. Vielleicht sind es aber auch die zusätzlichen Kapitel neben den Rezepten. Denn „Wir kochen gut“ ist weit mehr als eine reine Rezeptesammlung.

Rezeptbilder im Buch Bild: Serviervorschlag als Farbdruck im Buch "Wir kochen gut", Copyright/Quelle: Verlag für die Frau, Leipzig

Neben Anleitungen zum Zubereiten von Brotaufstrichen, Fleisch, Fisch, Salaten, Backwerk, Suppen, Soßen, Kinderkost und sogar Speiseeis, Grillgut und Wild, die meist für 3-4 Personen berechnet sind und so gut wie keine Wünsche offen lassen, sollten auch von Beginn an ernährungswissenschaftliche Erkenntnisse vermittelt werden. So fanden sich schon damals im Buch nicht nur neben den Rezepten Nährwertangaben, sondern auch ganze Kapitel über gesunde Ernährung, Angaben und Tipps zu Massen, Mengen und Vorräten, richtiges Würzen bis hin zu korrekten Gebrauchsanleitungen für Besteck, Gläser und Geschirr im Allgemeinen. Selbstverständlich werden auch alle verwendeten Fachbegriffe, vom „Abdämpfen“ bis zum „Tranchieren“ erklärt und mittels Zeichnungen teilweise veranschaulicht.

Lexikon der DDR-Küche

„Wir kochen gut“ ist also viel mehr ein Lexikon der DDR-Küche, in der aber eben nicht immer alles zu bekommen war. So zeigten sich die Leser des Kochbuchs zwar oft begeistert von der Lektüre. Jedoch kam es auch zu Beschwerden, wenn manche Zutaten für die Rezepte einfach nicht verfügbar waren. Die Sammlung wurde so über die Jahre mehrfach angepasst und sogar die in der DDR allseits praktizierte „Resteverwertung“ fand ein eigenes Kapitel im Buch. Die beliebtesten Rezepte blieben aber immer Sauerbraten mit Rotkohl und Klößen, Hühnerfrikassee und Rouladen. Ein Hauch von weite Welt boten darüber hinaus Rezepte wie „Powidl-Knödel“ aus der ČSSR, „Fischpiroggen“ aus Finnland oder „Irish-Stew“ aus Irland (19. Auflage, 1968).

anleitende Zeichnung im Buch Bild: Es finden sich viele Zeichnungen im Buch, die Handgriffe erklären, Copyright/Quelle: Verlag für die Frau, Leipzig

55 Jahre „Wir kochen gut“

2015 startete der MDR eine fünfteilige Sendereihe, in der beliebte Rezepte aus dem Küchenklassiker mit der Leipzigerin Aenne Dähne nachgekocht wurden. Wie auch der kleine Bruder „Das Backbuch“ * ist „Wir kochen gut“ außerdem seit 1998 in einer inhaltlich geringfügig überarbeiteten Fassung wieder lieferbar. Einige wenige Rezepte wurden ausgetauscht. Auf vielfachen Wunsch gibt es seit dem 50-jährigen Jubiläum 2012 eine limitierte Originalausgabe von 1962 als Reprint * für alle, die kein gebrauchtes Exemplar mehr auf den Flohmärkten der Republik erbeuten konnten oder es weitergegeben haben an die nächste Generation, die diesen Schatz hoffentlich zu würdigen weiß.

"Sauerbraten Rotkohl und Klöße" aus der MDR-Sendereihe "Wir kochen gut":

Weitere 3 Rezepte aus der Sendung gibt es hier.

von: Toni Schwabe | *Anzeige



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