Kochbuch - Erichs kulinarisches Erbe
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Nudelsoße mit Ketchup (Tomatensoße)

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von: D. Kemnitz
Menge: für 2 Personen
Zeit: ca. 20 Minuten

Zutaten:
2 Essl. Öl oder Fett zum Braten
1 kleine Zwiebel
1 gehäuften Essl. Mehl
200 g Ketchup (oder Tomatenmark)
1 Essl. Zucker
1 Prise Salz
ca. 200 ml Wasser

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Zubereitung:
1. Zwiebeln in Würfel schneiden und im Öl bzw. Fett glasig anschwitzen

2. Mehl dazu geben und gut anrösten

3. Ketchup bzw. Tomatenmark und Wasser zugeben, und alles aufkochen lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist

4. mit Salz und Zucker abschmecken

Erich sprach:
Das Mysterium der DDR-Tomatensoße ist eigentlich gar keines: Wer mag kann noch Jagdwurst oder Würstchen mit hinein schneiden, was sich aber in Kombination mit einem Jägerschnitzel erübrigt. Gegessen wird die Soße auf Nudeln und war bei vielen Kindergarten- und Schulkindern der DDR beliebt. Nicht zu verwechseln ist die Soße mit Wurstgulasch.


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2 Kommentare zu Nudelsoße mit Ketchup (Tomatensoße)

  1. 5306 Schubert Siegfried

    Als ebenfalls im Osten geborener kenne ich die sogenannte Schulspeisung auch ein wenig.
    Bei der Tomatensoße war meines Erachtens ein Anteil gebratenes Hackfleisch drin. Schmeckte
    soweit ich mich erinnere ganz gut. Heute bevorzugen wir kleingeschnittenes Jägerschnitzel in der Soße. Essen war in der DDR ein kleiner Höhepunkt des Tages und wurde im allgemeinen auch
    so "begangen". Schnellimbiss und Curry-Bude waren eher eine Notlösung für unterwegs.

  2. 5027 Andy

    Ich habe diese Tolle Seite grade zufällig gefunden und abgespeichert. Als alter Ostberliner(schon vor dem Mauerbau geboren)und Hobbykoch kenne ich natürlich auch die DDR-Küche. Nun möchte ich zu der Tomatensoße eine kurze Anregung geben.
    Das wichtigste ist das Fett zum anbraten, da es im Geschmack ein riesen Unterschied macht ob mal Öl, Butterschmalz oder irgend ein Fett verwendet. Um so nahe wie möglich an die damalige Tomatensoße zu kommen sollte auch ehemaliges DDR-Fett genommen werden. Hier gibt es noch die Sorten Sonja oder Marina im Handel.
    Als 2.Anregung sollte man keine Zwiebeln anschwitzen (wenn ja,dann pürieren), da die Tomatensoße durchweg flüßig war und mit Tomatenmark das Fett ablöschen als auch mit Tomatenketchup abschmecken. Nur Tomatenmark oder nur Ketchup ergibt 2 unterschiedliche Geschmacksnoten.
    Dies sollte nur ein Hinweis für eifrige Probierer, welche sich noch gut an den alten Geschmack erinnern sein. Zubereiten und verfeinern bleibt ja immer eine Frage des eigenen Geschmacks und versteht meine Anregung deshalb nicht als reinrederei.

    Zum Schluß mal was interessantes zu dem Namen Jägerschnitzel:
    Jagdwurst zählte zu den ersten Dauerwürsten und war somit eine begehrte Wurst für die Versorgung bei der Jagd, welche mehrere Tage dauern konnte. Sie wurde in Scheiben über offenem Feuer geröstet. Es ist nicht überliefert ob die Jäger es damals Jägerschnitzel nannten aber aus der Not erinnerte man sich in der DDR daran und hatte den Perfekten Schnitzelersatz mit Namensbegründung. Verblüffend war das es sogar schmeckte und so worde es ein Schulspeisenrenner.
    Ich esse es heute noch gern aber ziehe ehrlich gesagt das westliche Jägerschnitzel vor.

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